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Berufsorientierte pädagogisch betreute Freizeitarbeit (BPF) nach § 10 JGG

Das Ziel des Angebots ist Förderung einer eigenverantwortlichen und straffreien Lebensführung, insbesondere durch sozialpädagogische Intervention:
Das Angebot der berufsorientierten pädagogisch betreuten Freizeitarbeit (BPF) richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahren, die aufgrund sozialer Auffälligkeiten, schulischer Problemlagen, mangelnder Tagesstruktur oder grenzüberschreitender Verhaltensweisen bislang nur eingeschränkt Zugang zu schulischer oder beruflicher Integration gefunden haben. Die Maßnahme ist insbesondere für junge Menschen geeignet, bei denen ein erhöhter pädagogischer Unterstützungsbedarf besteht und die von einer verbindlichen, praxisnahen und beziehungsorientierten Struktur profitieren.
Ziel der BPF ist es, durch handlungsorientierte Lernsettings, verlässliche pädagogische Begleitung und reale Arbeitserfahrungen die Entwicklung von Eigenverantwortung, sozialer Kompetenz und beruflicher Orientierung zu fördern. Die Maßnahme verbindet praktische Tätigkeit mit kontinuierlicher pädagogischer Reflexion und schafft damit einen stabilisierenden Rahmen, der sowohl strukturgebend als auch entwicklungsfördernd wirkt.

Pädagogischer Ansatz und Arbeitsweise

Im Zentrum der Maßnahme steht die Verbindung von praktischer Arbeit und tragfähiger pädagogischer Beziehungsgestaltung. Die Teilnehmenden übernehmen Verantwortung in realitätsnahen Arbeitsprozessen und erleben sich als wirksam, gebraucht und handlungsfähig. Durch klare Regeln, verbindliche Absprachen und transparente Erwartungen wird ein verlässlicher Rahmen geschaffen, in dem soziales Lernen, Selbststeuerung und Durchhaltevermögen gezielt eingeübt werden können.
Die pädagogische Arbeit ist ressourcenorientiert angelegt und knüpft an vorhandene Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungspotenziale der Jugendlichen an. Gleichzeitig werden dysfunktionale Verhaltensmuster reflektiert und alternative Handlungsstrategien erarbeitet. Die Auseinandersetzung mit Regeln, Rollen, Konflikten und Verantwortung erfolgt stets eingebettet in konkrete Alltagssituationen und Arbeitszusammenhänge.

Praxisfelder und inhaltliche Schwerpunkte

Die Teilnehmenden wirken in unterschiedlichen praxisnahen Arbeitsfeldern mit, darunter unter anderem:
  • handwerkliche Tätigkeiten wie Tischlerarbeiten
  • Bereiche der Gastronomie
  • Friseurhandwerk und dienstleistungsbezogene Tätigkeiten
  • kreative Angebote wie Zeichnen, Malen und gestalterische Arbeiten


Insbesondere der kreative Bereich dient als niedrigschwelliger Zugang für Jugendliche mit hoher psychosozialer Belastung. Er ermöglicht Ausdruck, Stabilisierung und Beziehungsaufbau und fungiert häufig als Brücke hin zu strukturierteren handwerklichen Tätigkeiten. Kreative Prozesse werden dabei gezielt als pädagogisches Medium genutzt, um emotionale Regulation, Selbstwahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit zu fördern. Die Maßnahme wird durch pädagogische Fachkräfte begleitet, die neben ihrer sozialpädagogischen Qualifikation über praktische und handwerkliche Kompetenzen verfügen. Dadurch entsteht eine authentische Verbindung zwischen fachlicher Anleitung, lebensnaher Vermittlung und pädagogischer Beziehungsgestaltung. Ergänzend besteht eine enge Zusammenarbeit mit Akteuren der Jugendberufshilfe, um perspektivisch Übergänge in weiterführende Maßnahmen, Ausbildung oder Beschäftigung zu ermöglichen.
Rahmenbedingungen der Maßnahme
  • Gruppengröße: maximal 4 Teilnehmende
  • Dauer: in der Regel 8 bis 12 Wochen, Verlängerung bei Bedarf möglich
  • Frequenz: 1 bis 2 Gruppentermine pro Woche mit jeweils 4 Zeitstunden
  • Mehrsprachigkeit: Angebote in Arabisch, Farsi/Dari, Russisch, Ukrainisch, Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch möglich


Die kleine Gruppengröße ermöglicht eine intensive pädagogische Begleitung, individuelle Beziehungsarbeit sowie eine differenzierte Beobachtung von Entwicklungsverläufen.

Ziele der Maßnahme

Das Ziel des Angebots ist Förderung einer eigenverantwortlichen und straffreien Lebensführung, insbesondere durch sozialpädagogische Intervention:
  • Aufbau und Stabilisierung von Tagesstruktur, Verlässlichkeit und Selbstdisziplin
  • Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit und realistischer Selbsteinschätzung
  • Entwicklung beruflicher Interessen und realistischer Anschlussperspektiven.
  • Reflexion des eigenen Verhaltens im Kontext realer Arbeits- und Gruppensituationen
  • Förderung eines verantwortungsbewussten und straffreien Lebensstils​​
 
Kontakt
Sozius Hilfen Berlin gUG
Fachsteuerung und Koordination - interkulturelle Straffälligenhilfe
Ansprechpartner:
​Herr EL 
Ghabra und Frau Peker
​Standort Charlottenburg:
Mecklenburgische Str. 20, 10713 Berlin

​Standort Neukölln:
Boddinstr. 66, 12053 Berlin
Tel.: 030 – 629 008 96
Fax: 030 – 629 008 97

E-Mail: [email protected]
Website: www.sozius-hilfen-berlin.de
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