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Interkulturelle Hilfen zur Erziehung​

Unsere interkulturellen Hilfen zur Erziehung richten sich an Kinder, Jugendliche und Familien, die Unterstützung in belastenden Lebenssituationen benötigen. Ziel ist es, sie bei der Entwicklung ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Kompetenzen zu fördern und sie dabei zu unterstützen, Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Arbeit basiert auf einem interkulturellen Ansatz, der die Vielfalt von Herkunft, Kultur und Sprache in die Erziehungsprozesse integriert. Dies ermöglicht eine differenzierte Unterstützung, die den Bedürfnissen und Lebensrealitäten der jungen Menschen gerecht wird.​

Zielgruppe

Unsere Angebote richten sich an​
  • Kinder und Jugendliche mit individuellen Förderbedarfen in sozialen, emotionalen oder familiären Bereichen.
  • Junge Menschen in akuten Lebenskrisen, z. B. bei familiären Konflikten, Trennungssituationen oder sozialen Spannungen.
  • Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, wie sozialer Unsicherheit, deviantem Verhalten oder Delinquenz.
  • Kinder und Jugendliche in der Übergangsphase zur Selbstständigkeit, die Unterstützung bei der Ablösung vom Elternhaus benötigen.
  • Junge Menschen, die durch sprachliche, kulturelle oder soziale Barrieren belastet sind, insbesondere mit Flucht- oder Migrationshintergrund.
  • Jugendliche ohne Schul- oder Berufsabschluss, die Begleitung bei der Entwicklung ihrer schulischen und beruflichen Perspektiven benötigen.​​
Die Zielgruppe weist unter anderem folgende Merkmale auf:
  • Delinquentes Verhalten (z. B. Erst-, Schwellen- oder Intensivtäter).
  • Aggressives oder dissoziales Verhalten (z. B. in Schule oder Elternhaus).
  • Fehlende Tagesstruktur und/oder Schulverweigerung.
  • Delinquenter Freundeskreis.
  • Schädlicher Konsum psychoaktiver Substanzen.
  • Prävalenz von Gewaltdelinquenz oder sexualisierter Gewalt.
  • Migrationsspezifische Probleme wie Sprachbarrieren oder unsichere Bleibeperspektiven.
  • Prekäre Wohnverhältnisse, z. B. in Großunterkünften für Geflüchtete.
  • Suchtgefährdung und problematische Verhaltensmuster.

Ziele​

Unsere Arbeit verfolgt die folgenden Ziele, um den jungen Menschen eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen:
  • Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz und -verantwortung.
  • Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung des jungen Menschen.
  • Förderung der straffreien Lebensführung durch präventive Maßnahmen.
  • Stärkung der Reflexionsfähigkeit im Hinblick auf deviante und delinquente Verhaltensweisen.
  • ​Erarbeitung realistischer Zukunftsperspektiven jenseits von Delinquenz.
  • Förderung des Selbstbewusstseins sowie der Selbstwirksamkeit.
  • Verbesserung der Eigen- und Fremdwahrnehmung in sozialen Interaktionen.
  • Förderung der Empathiefähigkeit und des Perspektivwechsels.
  • Stärkung der gewaltfreien Kommunikation.
  • Prävention von Kindeswohlgefährdung, Suchtgefährdung, Schuldistanz und Gewalt.
  • Hilfe zur Selbsthilfe durch Erschließung familiärer, sozialer und sozialräumlicher Ressourcen.

Methodische Ansätze und Fachliche Ausrichtung:​

In der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, die unsere interkulturellen Hilfen zur Erziehung in Anspruch nehmen, wenden wir praxisorientierte und bewährte Methoden an. Diese sind speziell auf die individuellen Bedürfnisse unserer Zielgruppen abgestimmt und zielen darauf ab, die sozialen, emotionalen und kognitiven Kompetenzen zu fördern, um eine nachhaltige positive Entwicklung zu gewährleisten.
Methoden in der Arbeit mit unserer Zielgruppe:
  • Sozialpädagogische Diagnostik
    Wir erheben eine umfassende, systematische Analyse der Lebenssituation der jungen Menschen, um individuelle Ressourcen, Stärken und Herausforderungen zu identifizieren. Diese Grundlage bildet die Basis für die gezielte Unterstützung und die Entwicklung von Hilfeplänen.

  • Krisenintervention
    Bei akuten Belastungssituationen greifen wir sofort ein, um die Stabilität zu sichern und Eskalationen zu vermeiden. Dabei steht die schnelle Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit der Betroffenen und die Förderung von Resilienz im Vordergrund.

  • Aufsuchende Arbeit 
    Die Unterstützung erfolgt im direkten Lebensumfeld der jungen Menschen, sei es zu Hause, in der Schule oder im Sozialraum. Dies ermöglicht eine enge, lebensweltorientierte Begleitung, die sich an den realen Herausforderungen des täglichen Lebens orientiert.

  • Systemische Arbeit
    Unsere Arbeit berücksichtigt das soziale Umfeld des jungen Menschen, insbesondere die Familie und andere relevante Bezugspersonen. Wir fördern die Reflexion von Beziehungsmustern, aktivieren Ressourcen und entwickeln nachhaltigeLösungsstrategien im Kontext des sozialen Systems.

  • Soziales Kompetenztraining
    In Einzel- und Gruppensettings fördern wir die Entwicklung sozialer Kompetenzen, wieKonfliktbewältigung, Empathie und Teamfähigkeit. Die Förderung sozialer Fähigkeitengeschieht in einem sicheren Rahmen, der den Teilnehmenden hilft, ihre Fähigkeiten inrealen Lebenssituationen zu stärken.

    • Individuelle Begleitung
    Eine verlässliche Fachkraft begleitet jeden jungen Menschen über einen definierten Zeitraum als Bezugsperson. Dabei wird gezielt auf die persönlichen und sozialen Herausforderungen eingegangen, um individuelle Lösungsansätze zu entwickeln und
    die Eigenverantwortung zu fördern.

    • Gruppenarbeit
    Durch pädagogisch gestaltete Gruppenangebote fördern wir das soziale Lernen in einem geschützten Raum. Diese Form der Arbeit stärkt den Austausch, das Miteinander und die sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden und ermöglicht es, von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

    • Erlebnispädagogische Ansätze
    Mit gemeinsamen Aktivitäten, wie Ausflügen oder sportlichen Unternehmungen, fördern wir das Selbstwertgefühl und die Resilienz der jungen Menschen. Solche Erlebnisse bieten Raum für Reflexion und die Entwicklung neuer Perspektiven.

    • Eltern- und Familienarbeit
    Die enge Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Wir bieten Beratung, Unterstützung und praxisorientierte Hilfestellung, um die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und die familiäre
    Stabilität zu fördern.


    • Netzwerks- und Gemeinwesenarbeit
    Unsere Arbeit umfasst auch die Vernetzung mit sozialen, schulischen und beruflichen Institutionen sowie weiteren sozialen Akteuren im Umfeld des jungen Menschen. Diesgewährleistet eine ganzheitliche Unterstützung und trägt dazu bei, die Integration der jungen Menschen in stabile soziale Strukturen zu fördern.

Umfang und Dauer

Das Angebot stellt eine gezielte Kurzzeitintervention dar. Es hat in der Regel einen Umfang von drei Beratungsterminen. Bei Bedarf können weitere Beratungstermine in Absprache mit dem Jugendamt vereinbart werden.

ORT Der Durchführung

Die Beratung kann in folgenden Standorten angeboten werden:
Mecklenburgische Str. 20, 10713 Berlin/ Wilmersdorf
Boddinstr. 66, 12053 Berlin/ Neukölln

Fachpersonal

Die sozialpädagogischen Fachkräfte verfügen über zusätzliche Sprachkompetenzen und können bei Kommunikationsschwierigkeiten in der Muttersprache der Jugendlichen/Heranwachsenden kommunizieren. Die pädagogische Sprachmittlung erhöht die Wirksamkeit der vermittelten Inhalte und sichert somit einen nachhaltigen Transfer des Gelernten in den Alltag.

Sprachkompetenz

Deutsch, Arabisch (alle Dialekte aus Nordafrika und dem Nahen Osten), Fula, Wolof, Französisch, Englisch, Türkisch, Kurdisch, Farsi/Dari, Griechisch, Bosnisch, Bulgarisch, Russisch, Ukrainisch, Vietnamesisch.
Kontakt
Sozius Hilfen Berlin gUG
Fachsteuerung und Koordination - interkulturelle Straffälligenhilfe
Ansprechpartner:
​Herr EL 
Ghabra und Frau Peker
​Standort Charlottenburg:
Mecklenburgische Str. 20, 10713 Berlin

​Standort Neukölln:
Boddinstr. 66, 12053 Berlin
Tel.: 030 – 629 008 96
Fax: 030 – 629 008 97

E-Mail: [email protected]
Website: www.sozius-hilfen-berlin.de
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